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Salmlerartige (Characiformes)

Echte amerikanische Salmler (Characidae)

Schrägschwimmer (Thayeria boehlkei Weitzman, 1957)


Einleitung:

Ein quirliger Fisch der oberen Wasserregion ist der Schrägschwimmer. Er gehört heute zu den regelmäßig im Handel angebotenen Fischen und stammt fast ausschließlich aus Nachzuchten.

Synonyme:

Keine.


Größe und Lebenserwartung:

Die Größe wird bis maximal 6 cm angegegen, die Standardlänge bei fishbase allerdings mit 3,2 cm. Die größten Th. boehlkei, die ich bisher sah, sind etwa 4,5 cm groß. Dabei handelt es sich um noch lebende Tiere mit einem Alter von etwa 6 Jahren.


Verbreitung und Lebensräume:

Oberes Amazonasgebiet von Peru und Brasilien, Rio Araguaia.


Haltung:

An die Beckeneinrichtung stellt der Schrägschwimmer keine besonderen Ansprüche außer der, daß er als pelagischer Fisch freien Schwimmraum benötigt.

Der Schrägschwimmer ist, wiederum wie viele andere südamerikanische Fische, ein Weichwasserfisch. Auf er hat eine Toleranz gegenüber härterem Wasser, dennoch sollten die Wasserwerte eher weich und im pH-Wert leicht sauer sein. Die Vorzugstemperaturen liegen zwischen 24 und 26 C.

Der Schrägschwimmer ist, wie viele Salmler, ein Raubfisch und frißt alles, was in sein Maul paßt. Die Hauptnahrung in der Natur besteht aus Kleinkrebsen und Insektenlarven, also tierische Nahrung, weshalb der Begriff Raubfisch durchaus zutreffend ist. Im Aquarium geht er schnell an Flockenfutter als Ersatzfutter, sollte allerdings immer Lebend- und Frostfutter zusätzlich erhalten.


Sozialverhalten und Beckengröße:

Es handelt sich beim Schrägschwimmer um einen quirligen Schwarmfisch des oberen Wasserdrittels. Sein richtiges Verhalten zeigen die Tiere erst in größeren Gruppen von 25 Tieren und mehr. Bei kleineren Anzahlen bildet auch der Schrägschwimmer wie viele andere südamerikanische Salmler auch phasenweise kleinere Individualreviere aus. Diese sind alles andere als echte Reviere, sie sind räumlich und zeitlich instabil und werden bei kleineren Rangkämpfen aufgegeben, was zu wilden Jagden durch das gesamte Aquarium führen kann, ehe sich ein neues temporäres Verteilungsmuster einstellt.
Hält man die Tiere hingegen in größeren Gruppen, ändert sich das Verhalten grundsätzlich. Die Tendenz zur Abgrenzung von individuellen Kleinrevieren wird aufgegeben und die Fische zeigen dann ein fast echtes Schwarmverhalten, d.h. sie halten sehr engen Kontakt zu den Artgenossen und ziehen im Schwarm durch das Becken.
Schrägschwimmer sind schnelle Schwimmer, die Becken sollten nicht zu klein gewählt werden, 160 l Aquarien für eine Gruppenhaltung von 15 und mehr Tieren sind auf jeden Fall angebracht.

Geschlechtsunterschiede und Zucht:


Verwechslungsmöglichkeiten:


Gefährdung:

Nicht gefährdet nach IUCN Red List.


Literatur und Links:


Copyright:

Text: Dr. Ralf Rombach (2004).
Bilder: Andras (CH), publiziert in http://www.freshwater-ichthyology.org

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